Markenrecht vs. Urheberrecht für ein Logo
Von BlockchainSignZuletzt aktualisiert am
Ein Logo ist das eine Asset, bei dem sich Urheberrecht und Markenrecht wirklich überschneiden — und dort, wo diese Überschneidung fast alle verwirrt. Das Urheberrecht deckt das Kunstwerk ab. Das Markenrecht deckt das Logo ab, während es seinen Job als Marke erfüllt. Die meisten echten Logos müssen beides berücksichtigen.
Wichtige Erkenntnisse
- Urheberrecht schützt das Logo als originales künstlerisches Werk — aber nur, wenn genügend künstlerischer Anspruch vorliegt. Ein Markenname, der in einer Standard-Schriftart getippt wird, erhält keinen Schutz.
- Markenrecht schützt das Logo als Kennzeichen für die Herkunft des Produkts. Dies ist es, was einen Wettbewerber davon abhält, eine verwirrend ähnliche Marke zu verwenden.
- Bei einem gestalteten Logo gelten in der Regel beide Rechte, und sie schützen vor unterschiedlichen Dingen.
Die kurze Antwort
Das Urheberrecht schützt die Zeichnung. Das Markenrecht schützt die Marke.
Wenn jemand Ihr Logo auf einem Poster reproduziert, ist dies eine urheberrechtliche Frage. Wenn jemand ein ähnliches Logo verwendet, um konkurrierende Produkte zu verkaufen und Ihre Kunden zu verwirren, ist dies eine markenrechtliche Frage. Es sind separate Rechte, die auf unterschiedliche Weise erworben werden, und Sie können beide gleichzeitig besitzen.
Was das Urheberrecht abdeckt
Das Urheberrecht entsteht automatisch in dem Moment, in dem das Logo in einer festen Form geschaffen wird, und es deckt den originalen künstlerischen Ausdruck ab: die Illustration, die Anordnung der Formen, die stilisierten Elemente.
Die Grenze, die viele überrascht: Das Urheberrecht schützt keine Wörter, Namen, kurzen Sätze oder einfachen geometrischen Formen. Eine Wortmarke, die in einer bestehenden Schriftart gesetzt ist, hat überhaupt keine urheberrechtlich schützenswerte Schöpfungshöhe — es gibt nichts Originale daran, einen Namen einzutippen. Ein Kreis, ein Dreieck, ein einfacher Quadrat: Keines davon qualifiziert sich. Der künstlerische Anspruch muss von irgendwoher kommen.
Das Urheberrecht an einem Logo dauert das Leben des Autors plus 70 Jahre, oder 95 Jahre ab Veröffentlichung für ein Werk im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses. Eine Registrierung beim U.S. Copyright Office kostet etwa 45–65 $ und ist erforderlich, bevor Sie in den USA klagen können.
Was das Markenrecht abdeckt
Eine Marke schützt ein Zeichen, das die Quelle von Waren oder Dienstleistungen identifiziert. Ihr Logo qualifiziert sich in dem Moment, in dem Sie es im Handel verwenden, was Ihnen common-law-Rechte in dem Gebiet gibt, in dem Sie handeln. Eine föderale Registrierung beim USPTO erweitert diese landesweit.
Die Registrierungskosten betragen 350 $ pro Klasse als Grundgebühr, zuzüglich Zuschlägen — 100 $ pro Klasse für unvollständige Informationen, 200 $ pro Klasse für die Beschreibung Ihrer Waren in Freitext statt unter Verwendung der vorab genehmigten Identifikationen des USPTO. Markenschutzrechte bestehen unbegrenzt fort, solange Sie die Marke nutzen und die Wartungserklärungen einreichen.
Wichtig ist, dass der Markenschutz mit dem, was Sie verkaufen, verknüpft ist. Die Registrierung eines Logos für Software hindert niemanden daran, ein ähnliches Logo auf Gartenmöbeln zu verwenden.
Im Vergleich
| Urheberrecht | Markenrecht | |
|---|---|---|
| Schützt | Das Kunstwerk selbst | Das Logo als Markensignal |
| Entsteht | Automatisch bei der Schaffung | Bei Nutzung im Handel |
| Erfordert künstlerischen Anspruch | Ja | Nein |
| Eine reine Wortmarke | Nicht geschützt | Geschützt |
| Gebunden an eine Produktkategorie | Nein | Ja |
| Dauer | Leben + 70 Jahre | Unbegrenzt, mit Verlängerungen |
| Registrierungskosten (US) | ~45–65 $ | 350 $ pro Klasse, plus Zuschläge |
| Stoppt eine Poster-Reproduktion | Ja | Normalerweise nicht |
| Stoppt einen verwirrenden Wettbewerber | Selten | Ja |
Nutzen Sie beide, und wissen Sie, wem was gehört
Für ein gestaltetes Logo ist die sinnvolle Position das Urheberrecht am Kunstwerk plus eine Markenregistrierung für die Klassen, in denen Sie tatsächlich handeln.
Eines, das Sie vor beiden prüfen sollten: Wenn ein Designer oder eine Agentur das Logo erstellt hat, könnte er/sie das Urheberrecht besitzen. In den USA ist die Arbeit eines unabhängigen Auftragnehmers nicht automatisch ein Werk im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses — Sie benötigen eine schriftliche Abtretung. Viele Unternehmen haben eine Marke für ein Logo registriert, dessen Urheberrecht immer noch beim Freelancer liegt, der es gezeichnet hat.
Wo ein Zeitstempel ins Spiel kommt
Keines der Rechte hängt von einem Zeitstempel ab, und jeder Dienst, der anderes behauptet, übertreibt. Was ein Zeitstempel Ihnen bietet, ist ein datiertes, manipulationssicheres Protokoll der Logo-Dateien, so wie sie an einem bestimmten Tag existierten.
Das ist speziell für Logos relevant, weil die Streitfälle meist darum gehen, wer es zuerst hatte — ein Designer und ein Kunde, die über ein abgelehntes Konzept streiten, oder zwei Unternehmen, die unabhängig voneinander auf ähnliche Marken kamen. Die Registrierung etabliert Ihre Rechte ab dem Anmeldedatum; ein Zeitstempel der Arbeitsdateien kann nachweisen, dass Sie das Design Monate zuvor hatten.
Er beweist die Existenz, nicht die Urheberschaft. Siehe Existenznachweis vs. Urheberschaftsnachweis für genau dort, wo diese Linie verläuft, und wie man Design-Dateien mit einem Zeitstempel versieht für die praktische Seite.
US-Recht. Urheberrecht und Markenrecht funktionieren in den meisten Ländern ähnlich, aber die Details — insbesondere die Registrierungsanforderungen — unterscheiden sich. Dies sind allgemeine Informationen, kein Rechtsrat.